Gärtner - ein grüner Daumen ist Gold wert

Berufsbild
Der Beruf des Gärtners gliedert sich in verschiedene Fachsparten auf:
- Baumschule
- Friedhofsgärtnerei
- Garten- und Landschaftsbau
- Obstbau
- Staudengärtnerei
- Gemüsebau
- Zierpflanzenbau mit dem Schwerpunkt Beraten und Vekaufen oder Produktion
Die Inhalte der beruflichen Grundbildung und der gemeinsamen Fachbildung sind:
1. Der Ausbildungsbetrieb, betriebliche Zusammenhänge und Beziehungen
- Berufsbildung
- Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
- Mitgestalten sozialer Beziehungen
- Arbeits-und Tarifrecht, Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit
2. Natur- und Umweltschutz, rationale Energie- und Materialverwendung
3. Betriebliche Abläufe und wirtschaftliche Zusammenhänge
- Wahrnehmen und Beurteilen von Zusammenhängen, Beschaffen und Auswerten von Informationen
- Planen, Vorbereiten und Kontrollieren von Produktion, Dienstleistungen und Arbeit
- Erfassen und Beurteilen betriebs- und marktwirtschaftlicher Zusammenhänge
4. Böden, Erde und Substrate
5. Kultur und Verwendung von Pflanzen
- Pflanzen und ihre Verwendung
- Kultur- und Pflanzenpflege
- Nutzung pflanzlicher Produkte
6. Maschinen, Geräte und Betriebseinrichtungen, Materialien und Werkstoffe
Zusätzlich werden spezielle Fertigkeiten und Kenntnisse in den verschiedenen Fachrichtungen gesondert unterrichtet und gelehrt.
Stundentafel
10.Jahrgangsstufe: 13 Unterrichtsstunden pro Woche
(A-Woche 1 Schultag, B-Woche 2 Schultage)
11. Jahrgangsstufe: 9 Unterrichtsstunden pro Woche.
12 Jahrgangsstufe: 9 Unterrichtsstunden pro Woche.
Jahrgangsstufe 10 | 1. Ausbildungsjahr |
Pflichtstunden |
|
Religionslehre | 1 |
Deutsch | 1 |
Sozialkunde | 1 |
Fachlicher Unterricht |
|
Pflanzenkenntnisse | 3 |
Betriebliche Zusammenhänge | 4 |
Landschaftsgärtnerische Arbeiten und Kulturführung | 3 |
Jahrgangsstufe 11 | 2. Ausbildungsjahr |
Pflichtstunden |
|
Religionslehre | 1 |
Deutsch | 1 |
Sozialkunde | 1 |
Fachlicher Unterricht |
|
Pflanzenkenntnisse | 1 |
Kulturführung | 3 |
Betriebliche Zusammenhänge | 2 |
Jahrgangsstufe 12 | 3. Ausbildungsjahr |
Pflichtstunden |
|
Religionslehre | 1 |
Deutsch | 1 |
Sozialkunde | 1 |
Fachlicher Unterricht |
|
Pflanzenkenntnisse | 1 |
Kulturführung | 3 |
Betriebliche Zusammenhänge | 2 |
Weiterbildung
Wege der Berufsausbildung
3 Jahre Ausbildungsdauer
Bei Mittlerer Reife, Abitur, abgeschlossener Berufsausbildung - Verkürzung der Ausbildungsdauer möglich.
Gehilfenprüfung
Mit der Durchschnittsnote 2,5 im Abschlusszeugnis der Berufsschule und dem Nachweis befriedigender Englischkenntnisse auf dem Niveau eines fünfjährigen aufsteigenden Unterrichts, wird der mittlere
Schulabschluss der Berufsschule verliehen.
Einjährige Berufstätigkeit als Voraussetzung für
Gartenbautechniker (2 Jahre Vollzeit)
Zweijährige Berufstätigkeit als Voraussetzung für
Meisterausbildung ( 5 Monate bzw. 1 Jahr Vollzeit ) ->Fachschule Gartenbau (Landshut-Schönbrunn)
Weitere Perspektiven
Der Mittlere Schulabschluss, zusammen mit einer Berufsausbildung, berechtigt u.a. zum Eintritt in eine Fach- oder Berufsoberschule in der die Fachhochschul- bzw. Hochschulreife erlangt werden kann.
Die Fachhochschulreife / Hochschulreife berechtigt zum Fachhochschul- bzw. Hochschulstudium.
Kooperation
Lernortkooperation Schule - Ausbildungsstätte
Ziel:
Die Schüler sollen zu selbstständigem Handeln und Arbeiten angeregt werden. Sie sollen Arbeitsabläufe über einen längeren Zeitraum beobachten und dokumentieren. Sie sollen ihre Dokumentation zusammenstellen und einen eigenständigen Vortrag ausarbeiten
Zeitpunkt:
Ende der 11. Klasse, Anfang der 12. Klasse
Umfang:
Vortrag über ca. 15 Minuten, Stellwand für die Mitschüler gestalten und eine Dokumentation mit Bildern und Text ca. 6 -8 Seiten
Bewertung:
Die gesamte Arbeit wird wie eine Schulaufgabe in das Zeugnis mit eingerechnet
Themengebiete:
- Grabneuanlage
- Kultur von z.B. Weihnachtssternen
- Hackschnitzelheizung
- Bau eines Gewächshauses
- Freilandkultur
- Innenraumbegrünung
- Hydrokulturpflege
- Gemüsekultur
- Neubau einer Heizungsanlage
- Gestaltung einer Musterfreifläche, Kästen
Themenabstimmung in Zusammenarbeit mit dem Ausbildungsbetrieb
Unterstützung durch den Ausbilder wird gewünscht; er sollte aber nur Hinweise geben.
Die Arbeit muss vom Auszubildenden geschrieben werden.
Ansprechpartner
Kontakt über den Fachbetreuer Agrarwirtschaft I, StD Josef Kraft
E-Mail
Unterrichtstage

