Landwirte - im Einklang mit der Natur

Berufsbild
Allgemeine Informationen
Berufliche Tätigkeit
Landwirte erzeugen umweltgerecht und rationell hochwertige Nahrungsmittel, pflegen und erhalten die Kulturlandschaft. Das Arbeitsgebiet umfasst die pflanzliche und tierische Erzeugung und die dazugehörige Landtechnik. Zunehmend arbeiten Landwirte auch im Dienstleistungsbereich der Agrarwirtschaft. Neue Einkommenskombinationen, wie Freizeit und Erholung, Direktvermarktung, kommunale Dienstleistungen u. a. steigern die Berufschancen
Besonderheit der landwirtschaftlichen Ausbildung
Für Landwirte findet der Unterricht im 1. Ausbildungsjahr in vollzeitschulischer Form (BGJ/s) an 5 Wochentagen statt. Dabei übernimmt die Berufsschule weitgehend die fachpraktische Ausbildung. Nach erfolgreichem Besuch des BGJ/s schließt sich eine zweijährige Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsbetrieb an. Während dieser Zeit ist die jeweilige Fachklasse (Fachstufe I und II) mit je einem Schultag in der Woche (= duale Berufsausbildung) zu besuchen. Ein Ausbildungsvertrag ist erst nach Beendigung des BGJ/s (= erstes Ausbildungsjahr) nachzuweisen. Damit die Berufsausbildung ohne Unterbrechung fortgesetzt werden kann, wird empfohlen, rechtzeitig mit einem Ausbildungsbetrieb eine Vorabsprache über die spätere Aufnahme als Auszubildender im 2. und 3. Ausbildungsjahr zu treffen.
Ausbildungsberufe innerhalb der Landwirtschaft
Berufsfeldschwerpunkt tierischer Bereich:
- Landwirt
- Pferdewirt
- Tierwirt
- Fischwirt
- Revierjäger
Ausbildungsinhalte
- Bearbeiten und Pflegen des Bodens, Erhalten der Bodenfruchtbarkeit, Bestellung Pflege der Pflanzen,
- rationelles und umweltverträgliches Führen von Kulturen sowie Ernte, Verwertung und Vermarktung pflanzlicher Produkte.
- Rationelles, tiergerechtes und umweltverträgliches Halten, Versorgen und Nutzen von Tieren sowie Vermarktung tierischer Erzeugnisse.
- Planen der Produktion, Vorbereiten und Kontrollieren der Arbeiten, Geschäftsvorgänge und marktwirtschaftliche Zusammenhänge.
- Betriebliche Zusammenhänge, Aufbau und Organisation und soziale Beziehungen des Ausbildungsbetriebes.
- Beurteilen von betrieblichen Daten; Erlöse für Verkaufsprodukte und Aufwendungen in den einzelnen Betriebszweigen.
- Handhaben und Instandhalten von Maschinen, Geräten und Betriebseinrichtungen.
- Umweltschutz und Landschaftspflege sowie rationelle Energie- und Materialverwendung.
- Arbeits- und Tarifrecht, Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit.
Stundentafel
Jahrgangsstufe 10 | 1. Ausbildungsjahr |
Allgemeinbildender Lernbereich |
|
Religionslehre | 1 |
Deutsch | 2 |
Sozialkunde | 2 |
Sport | 2 |
Fachtheoretischer Lernbereich |
|
Fachtheorie | 8 |
Maschinenkunde | 2 |
Wirtschaftslehre | 2 |
Datenverarbeitung | 2 |
Fachrechnen | 2 |
Fachpraktischer Lernbereich - Schule |
|
Fachpraxis | 2 |
Landtechnik | 5 |
Buchführung | 1 |
Fachpraktischer Lernbereich - Betrieb Praxis |
|
Fachpraxis | 6 |
Jahrgangsstufe 11+12 | 2. + 3. Ausbildungsjahr |
Pflichtstunden |
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Religionslehre | 1 |
Deutsch | 1 |
Sozialkunde | 1 |
Fachlicher Unterricht |
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Pflanzenproduktion | 3 |
Tierproduktion | 2 |
Wirtschaftslehre | 1 |
Lehrgänge während der gesamten Ausbildung |
Ergänzend zum fachtheoretischen und fachpraktischen Unterricht in der Schule sowie zur Praxis im Betrieb werden folgende Lehrgänge abgehalten:
1. Ausbildungsjahr:
2 Wochen Schlepper u. Bodenbearbeitung mit Schweißlehrgang
2 Wochen tierische Erzeugung mit Melkausbildung
2. Ausbildungsjahr:
1 Woche Maschinen der Außenwirtschaft
3. Ausbildungsjahr:
1 Woche Tierhaltungskurs
Weiterbildung
Weiterbildung Mit der Durchschnittsnote 2,5 im Abschlusszeugnis der Berufsschule und dem Nachweis befriedigender Englischkenntnisse auf dem Niveau eines fünfjährigen aufsteigenden Unterrichts, wird der mittlere Schulabschluss verliehen. Wer dieses Ziel nicht erreicht, kann nach dem Bestehen einer Aufnahmeprüfung in die Vorstufe der Berufsoberschule eintreten und dort in einem Vollzeitjahr die Mittlere Reife erlangen. Der Mittlere Schulabschluss, zusammen mit einer Berufsausbildung, berechtigt u. a. zum Eintritt in weiterführende berufliche Schulen.
Termine
Lehrstellenbörse: Mitte März jeden Jahres (Ausstellung: Vielfalt der Landwirtschaft)
Elternabend für künftige Schüler des Berufsgrundschuljahres Landwirtschaft (Termin s. Tagespresse, immer im April jeden Jahres)
Theoretische Abschlussprüfung am 1. Montag im Juli (gilt für jedes Jahr).
Praktische Abschlussprüfung ab Anfang Juli jeden Jahres am Spitalhof in Kempten bzw. in Meisterbetrieben im Landkreis Oberallgäu.
Freisprechungsfeier immer Ende Juli (Geschlossene Veranstaltung)