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Erasmus plus – Die Berufsschule III Kempten plant ein Schüleraustauschprogramm

Erasmus Programm (allgemein)
Das ERASMUS-Programm ist ein Förderprogramm der Europäischen Union. Durch das Erasmus-Programm werden vor allem allgemeine sowie berufliche Bildung, Sport und Jugend gefördert. Das Bildungsprogramm für lebenslanges Lernen besteht bereits seit 30 Jahren und fördert die Mobilität von Schülern, Studierenden, jungen Erwachsenen, Dozenten und ausländischem Unternehmenspersonal innerhalb der EU-Länder.

Ziele des Erasmus-Programms (allgemein)
Das ERASMUS-Programm wurde mit dem Ziel gegründet, die Mobilität zu Lernzwecken und der nationalen Zusammenarbeit zu fördern. Für Berufsschüler ist das ERASMUS-Programm vor allem interessant, da es ihnen hilft, durch einen Auslandsaufenthalt die Arbeitswelt in anderen Ländern kennen zu lernen und dadurch wertvolle Erfahrungen zu sammeln.

Gründe für die Durchführung eines Erasmus-Programmes für Auszubildende der Landwirtschaft an der BS III
Von den leistungsstarken Schülern kommt immer wieder der Wunsch, ein Praktikum im Ausland absolvieren zu wollen. Da wir als Schule umfassend unsere Schüler qualifizieren und ihnen neue internationale Tendenzen der Arbeitswelt sowie weitreichende Entwicklungen in der Landwirtschaft zeigen wollen, bieten wir die Möglichkeit eines längeren und intensiveren Auslandsaufenthaltes an. Umfragen zeigen, dass dies ca. 2/3 der Schüler wünschen.

Die Staatliche Berufsschule III Kempten hat bereits internationale Kontakte. Mit der Schule Lyceé Agricole in Pommerit Jaudy (Bretagne) wurden bereits erste Erfahrungen im Schüleraustausch gewonnen. Die durchgeführten Klassenfahrten ermöglichten den deutschen Schülern einen Einblick in die Ausbildung der Landwirte in Frankreich (Durchführung, Ausbildungsinhalte, Zeitdauer usw.). Die Schüler erkannten, dass die Ausbildung im dualen System in Deutschland sehr viele Vorteile gegenüber der schulischen Ausbildung in Frankreich hat. Erste Bekannt- bzw. Freundschaften haben sich mittlerweile zwischen den deutschen und den französischen Schülern gebildet, erste private Besuche von Kemptener Auszubildenden nach Frankreich bzw. umgekehrt finden mittlerweile statt. Dies zeigt, dass die Völkerverbindung Deutschland-Frankreich wächst, dass die Schüler erstmalig ihre Englischkenntnisse anwenden können, regelmäßig E-mail Kontakt mit "Frankreich" halten, sich fachlich und auch allgemeinwissend austauschen usw. Somit steigt das Selbstbewusstsein unserer Jugendlichen, sich sicher im Ausland zu bewegen, die Neugierde neben Frankreich auch andere europäische Länder zu besuchen und letztendlich ist dies der Start, weitere Auslandspraktika, auch außerhalb von Europa über einen längeren Zeitraum (1/2 Jahr und länger) zu wagen. Damit wird dem Gedanken der Völkerverständigung, der Akzeptanz von anderen kulturellen Gegebenheiten, anderer Produktionsphilosophien der Landwirtschaft Vorschub geleistet.

Dieser Auslandsaufenthalt wird durch alle in den landwirtschaftlichen Klassen unterrichtenden Lehrkräfte vorbereitet. Neue Aspekte in der Unterrichtsplanung und Gestaltung können verwirklicht werden. Der europäische Gedanke kann zunehmend in allen Fächern, und nicht nur in Sozialkunde, eingebaut werden. Lehrer erkennen, dass die Erweiterung des Unterrichtsstoffes auf europäische Sachverhalte die Aufmerksamkeit, Mitarbeit und Aktivität der Schüler im Unterricht spürbar erhöht. Die Lehrer erkennen des Weiteren, dass der europäische Gedanke im Unterricht als Unterrichtsprinzip eingebaut werden muss, da sich Schüler dafür interessieren. Die Lehrer werden zunehmend dazu übergehen nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern den Schülern Kompetenzen (Sprach-, Lern-, Organisationskompetenz, Teamfähigkeit, Toleranz usw.) ermöglichen.

Dieses Projekt mit Frankreich wird als Startprojekt für Auslandspraktika innerhalb der europäischen Union an der Berufsschule III Kempten dienen. Durch den Erfolg, der in der Startphase beteiligten Lehrkräfte, werden die weiteren Fachabteilungen (Nahrung, BFS Sozialpflege, BFS Kinderpflege) motiviert, dies ebenfalls durchzuführen.

Ziele für landwirtschaftliche Auszubildende der Berufsschule III Kempten

  • Hilfestellung bei der Persönlichkeitsentwicklung, (Solidarität, Teamarbeit, Toleranz, Verständnis)
  • Erweiterung des Wissens (Milchproduktion in Frankreich, Rinderhaltung, Führung eines Betriebes in Frankreich, Vermarktungsstrategien)
  • Förderung der beruflichen Karriere
  • Erhöhung der beruflichen Flexibilität
  • Förderung der sprachlichen und interkulturellen Kompetenz
  • Erhöhung der Mobilitätsbereitschaft, auch über Europa hinaus
  • Befähigung zur Erkennung zukünftiger landwirtschaftlicher Entwicklungen

Grundsätze für die Durchführung

An- und Abreise:
Die Anreise erfolgt für die Schüler und die Begleitlehrkräfte gemeinschaftlich mit einem Reisebus.

Unterbringung:
Die Jugendlichen werden auf den landwirtschaftlichen Betrieben in Frankreich praktizieren und dort wohnen.

Versicherung:
Eine Versicherung (Haftpflichtversicherung, Unfallversicherung) wird im Vorfeld nach Vorgaben der Nationale Agentur Bildung für Europa abgeschlossen.

Sicherheit der Teilnehmer/-innen:
Es sind zwei begleitende Lehrkräfte vor Ort für alle Fragen und zur Unterstützung in Problemfällen, die jederzeit kontaktierbar sind.

Sozialversicherung:
Da ein Teil der Praktikanten "Schülerstatus" haben, ist die Mitversicherung bei den Eltern gegeben. Die Auszubildenden erhalten während des Auslandsaufenthalts weiterhin Lohn vom ihrem deutschen Ausbilder.

Vorbereitung der Teilnehmer:
Zunächst wird es Aufgabe der Schule sein, die Teilnehmer darauf vorzubereiten, dass sie selbstbewusst und hoch motiviert in Frankreich auftreten können. 14 Tage in einem fremden Land, in einer fremden Familie mehr oder weniger auf sich allein gestellt zu sein, das ist eine große Herausforderung. Um allen Eventualitäten und Problemen aus dem Weg zu gehen, werden die Eltern und Schüler explizit informiert über:

  • Was passiert bei Auftreten einer Krankheit?
  • Wie sieht eine evtl. Rückführung nach Deutschland aus?
  • Welche Versicherungen müssen abgeschlossen werden?
  • Welche Lehrer sind die Begleitpersonen in Frankreich?
  • Welches Lernverhalten (Lernvereinbarung) wird von den Schülern in Frankreich gewünscht?

Um für das Frankreichpraktikum gerüstet zu sein, müssen sich unsere Schüler per Internetrecherche über das Territorium um Craon, die landwirtschaftliche Struktur in Frankreich, Essensgewohnheiten, französische Rinderrassen, Land und Leute usw. kundig machen. Damit ist eine Grundlage geschaffen, dass nach der Rückkehr vom Praktikum in Frankreich die Schüler die Praktikumsberichte (5 Themen) qualitativ hochwertig erstellen können. Um Stereotypen, die in Deutschland über Franzosen existieren, vorzubeugen, wird ein Vertreter des Partnerschaftsausschusses von Buchenberg eingehend über Mahlzeiten, kulturelle Besonderheiten und den Umgang mit professionellen Wörterbüchern (Deutsch-Französisch) oder Sprachübersetzung mittels Smartphone informieren. Alle Lehrer, die in der Fachabteilung Landwirtschaft unterrichten, haben die Aufgabe, den Schülerinnen und Schülern die Geschichte der Europäischen Union, die Aufgaben der GAP, die unterschiedlichen Kulturen (besonders die französische) innerhalb der EU näher zu bringen. Außerdem werden die Schüler einen kleinen Sprachkurs in der französischen Sprache erhalten.

Qualitätskontrolle bzw. Lernfortschrittfeststellung:

  • Die Praktikanten werden durch die Begleitlehrer beobachtet.
  • Die Schüler führen selbständig eine Liste, in der sie ihre geforderten Aktivitäten belegen.
  • Die Schüler bewerten sich selber.
  • Auswertung der ausgefüllten Unterlagen des französischen Praktikumgebers (z.B. Beurteilung der Professionalität der Schüler)
  • Die Teilnehmer werden mittels Präsentationen über den Praktikumsaufenthalt bei verschiedenen Anlässen (z.B. Abschlussfeier, Information von Besuchergruppen im Schulhaus, Ausbildertreffen und dergleichen) berichten

Die Berufsschule III Kempten (Abteilung Agrar) auf Internationalisierungskurs

Partnerschulen:

Das Lycee Pommerit in Frankreich (Bretagne) besuchten wir bereits mehrmals im Rahmen der Abschlussfahrt der Landwirtsklasse L12. Das Deutsch-Französische Jugendwerk fördert diese Begegnungen, die immer ein großes Erlebnis für die Schüler waren.

PommeritJugendwerkSchulhof

Die Schule in Pommerit Jaudy

franz. schülerSchweinestallBetriebsbesichtung

Kontakt mit franz. Schülern                                Besuch im Schweinestall                 Betriebsbesichtigung Milchvieh

TrachtFriedhofAusternessen

Natürlich in Tracht                          Das darf sich nicht wiederholen                             Beim Austernessen am Atlantik

Das Institut la Garrotxa in Olot (Katolonien)

Schüler aus Olot waren bereits mehrfach in Kempten an der Berufsschule III zu Gast. Sei es, dass eine einwöchige Lehrfahrt von Landwirtschaftsklassen oder ein mehrwöchiger Praktikumsaufenthalt von Schülerinnen und Schülern aus Spanien der Grund war, uns in Kempten zu besuchen, diese Begegnungen waren immer ein Gewinn im Rahmen der Völkerverständigung.

KlassenzimmerKlassenzimmer 2

Schüler informieren sich gegenseitig über die Landwirtschaft in den jeweiligen Ländern

Kässspatzen essenHolzer

   Kässpatzen schmecken immer                         Betriebsbesichtigung beim Heumilchbauer Holzer

Maison Familiale Rurale
in Craon (Mayenne, Frankreich)            

Hippodrome Logoerasmus plus logo

Seit 2015 besteht der Kontakt der Berufsschule III Kempten mit der Maison Familiale Rurale, eine private berufliche Schule in Craon mit den Ausbildungsrichtungen Landwirt und Pferdewirt. Eine Besonderheit an dieser Schule ist, dass nach einer Regelausbildung von 2 Jahren nach einem weiteren Schuljahr das Abitur erworben werden kann.
Im Frühjahr 2018 werden erstmals landwirtschaftliche Auszubildende zu einem 14-tägigen Praktikum nach Craon fahren, das gefördert wird durch die Europäische Union (Erasmus plus).

Schülerverteilungalle zusammen

Verteilung der Schüler zu den Praktikumsbetrieben     Entspannte Gesichter nach 14 Tagen Praktikum

 

 

Adresse

Wiesstraße 32
87435 Kempten

Kontakt

Telefon: 0831 25385-370
Email: verwaltung@bs3-kempten.de

Öffnungszeiten:

Montag - Donnerstag:
7:30 - 12:00 Uhr
12:30 - 15:45 Uhr
Freitag:
07:30 - 14:00 Uhr